Wozu braucht der Freimaurer Symbole?
Kein Mensch lebt ohne Symbole. Wir brauchen sie, um unsere Welt zu ordnen, um Unsichtbares greifbar zu machen und Erlebtes zu deuten.
„Ich halte die Sprache der Symbole für die einzige Sprache, die jeder lernen sollte.“
Dieser Satz von Erich Fromm trifft das freimaurerische Denken im Kern.
Symbole als Sprache der Freimaurerei
Für uns Freimaurer bilden Symbole die Grundlage unserer Rituale – sie sind unser wichtigstes Ausdrucksmittel.
Dabei geht es nicht um Geheimniskrämerei oder Eindeutigkeit. Im Gegenteil:
Ein gutes Symbol öffnet Denk- und Deutungsräume. Es lässt sich immer wieder neu verstehen, je nach Erfahrung, Lebenssituation und Erkenntnisstand.
Symbole als Werkzeuge und Brücken
Wir nutzen Symbole wie Werkzeuge – als Hilfen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, als Impulse zur Reflexion, als Spiegel für unser Handeln.
Zugleich bauen sie eine Brücke zum Irrationalen, zum Unaussprechlichen, zum inneren Erleben.
In einer Welt, die sich oft nur noch über Fakten und Zahlen definiert, bewahren wir uns so einen Zugang zu Tiefe und Bedeutung.
Eine universelle Verbindung
Freimaurer in aller Welt arbeiten mit sehr ähnlichen Symbolen.
Ob Winkelmaß, Zirkel, Säulen, Licht oder der rauhe Stein – diese Bilder verbinden uns über alle Grenzen hinweg.
Sie bilden eine stille, symbolische Weltsprache – jenseits von Nationalität, Kultur oder Konfession.
Und genau darin liegt ihre Kraft: Sie wirken dort, wo Worte nicht ausreichen.
