Welche politische Richtung hat die Freimaurerei?
Wer sich neu mit der Freimaurerei befasst, stellt früher oder später die Frage:
„Steckt da eine politische Richtung dahinter?“ – Die kurze Antwort: Nein.
Wir Freimaurer vertreten keine parteipolitische Linie. Und genau das ist unser Prinzip.
Überparteilich, aber nicht unpolitisch
In nahezu allen Ländern verpflichtet sich die Freimaurerei zur strikten parteipolitischen Neutralität.
Unsere Satzungen schließen parteipolitische Debatten in der Loge ausdrücklich aus.
Die Loge ist kein Ort für Streit über Wahlprogramme, Ideologien oder Machtfragen – sondern für die Suche nach gemeinsamen Werten.
Das bedeutet: Bei uns finden sich Brüder aus ganz unterschiedlichen politischen Lagern.
Was sie vereint, ist nicht die Meinung – sondern die Haltung: Respekt, Toleranz und die Bereitschaft zum Dialog.
Persönliche Haltung ist erlaubt – Werbung nicht
Jeder Bruder darf privat eine politische Überzeugung haben, sich öffentlich äußern und sogar parteipolitisch engagieren.
Was er nicht darf: In der Loge für seine Partei werben oder seine politische Richtung demonstrativ in den Mittelpunkt stellen.
Denn sobald die Loge zum Spielfeld politischer Interessen wird, verliert sie ihren Charakter als geschützter Ort der Verständigung.