Seit wann gibt es die Freimaurerei in Deutschland?
Die Freimaurerei fasste in Deutschland im frühen 18. Jahrhundert Fuß – ausgehend von England und Frankreich, getragen von aufgeschlossenen Geistern und unterstützt von einflussreichen Persönlichkeiten.
Beginn in Hamburg und königliche Förderung in Preußen
Die erste deutsche Loge wurde 1737 in Hamburg gegründet: die Loge d’Hambourg, die heute als Absalom zu den drei Nesseln besteht – eine der ältesten und bis heute aktiven Logen Deutschlands.
Nur ein Jahr später, 1738, wurde der Kronprinz von Preußen – der spätere König Friedrich II. (Friedrich der Große) – durch eine Abordnung dieser Loge aufgenommen.
Er zeigte sich der Freimaurerei aufgeschlossen und unterstützte ihre Ausbreitung aktiv.
Im Jahr 1740 regte er die Gründung der Berliner Loge Aux trois Globes an, die später zur Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ wurde – eine der drei heute noch bestehenden deutschen Großlogen.
Durch diese königliche Schirmherrschaft gewann die Freimaurerei in Preußen rasch an Bedeutung.
Ausbreitung in weitere Regionen
Unabhängig davon brachte der sächsisch-polnische Marschall Rutowski die Freimaurerei von Frankreich nach Sachsen und Böhmen.
Bereits 1738 wurde in Dresden eine Loge gegründet.
In den folgenden Jahren entstanden weitere Logen in vielen deutschen Städten:
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1741: Gründungen in Bayreuth, Leipzig, Meiningen, Breslau, Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
Diese frühe Verbreitung zeigt, wie stark der geistige Funke der Freimaurerei auf den deutschsprachigen Raum übersprang – getragen von Brüdern, die nach Aufklärung, Toleranz und geistiger Vertiefung suchten.
Auch wir, die heute in deutschen Logen arbeiten, stehen in dieser Tradition.